May 16, 2023
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Die Hamburger schließen nach 43 Jahren den Kreis und kehren zurück zum Pennäler-Ska.

Die Chose beginnt mit einem Zitat aus „Raumpatrouille - Die phan­tastischen Abenteuer des Raum­schiffes Orion“, die Protagonisten tragen vollkommen aus der Mode gekommene Vornamen wie Thors­ten, Stefan oder Kai-Uwe, ihre Re­quisiten sind Walkman oder ein NSU Ro 80, und schließlich wird auch noch ein Hohelied auf den gern vom Himmel fallenden „Skafighter" ge­sungen, eine Anspielung auf einen Bundeswehrbeschaffungsskandal, an den sich nicht mal mehr Boomer so richtig erinnern können. Franz Josef Strauß anybody? DIE ZIM­MERMÄNNER SPIELEN SKAFIGH­TER ist erst einmal ein Insider-Witz: Die Zimmermänner wurden einst in Hamburg als Schülerband namens Skafighter gegründet, die inspi­riert von der Two-Tone-Welle Ska spielte, aber schnell wuchs, sich weiterentwickelte und umbenann­te.

43 Jahre später beschloss die On-off-Band, dass sich der Kreis schließen möge. Nun spielen Man als Teenager hätten geschrieben haben könnten, in einem Sound, den sie damals wohl kaum so blä­sersatt und rhythmussicher hinbe­kommen hätten. Tatsächlich ist es bewundernswert, wie Timo Blunck und Detlef Diederichsen auf Grund­lage derfahlen Erinnerungen an die damals verfassten Werke, von de­nen es keine Aufzeichnungen gab, mehr oder weniger neue Stücke schrieben, die aber zielsicher den pointenlosen Pennälerhumor von einst nachstellen. Dass das Ganze in einer unverhohlenen Westalgie schwelgt, ist überraschend gut aus­zuhalten, weil die Boomer-Combo den Offbeat prima im Griff hat.

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